Bauchschmerzen
Am häufigsten entstehen Bauchschmerzen in den Verdauungsorganen: Magen, Darm, Gallenblase, Gallengang, Bauchspeicheldrüse. Gelegentlich verursacht eine geschwollene Leber ein Druckgefühl im Oberbauch. Im Gegensatz zu ihrer empfindlichen Hülle, der Leberkapsel, ist die Leber selbst kaum schmerzempfindlich.
Der Bauch beherbergt aber noch mehr, nämlich die Milz, Blutgefäße, Nerven, die Nieren, die weiter hinten liegen, mit den Nebennieren, Lymphorgane wie Lymphknoten und Lymphgefäße, sodann das Bauchfell. Die Harnwege, beginnend mit den Harnleitern, die rechts und links vom Nierenbecken abgehen, ziehen bis zum Unterbauch (auch: sogenanntes kleines Becken). Dort treten sie in die Harnblase ein. Im kleinen Becken befinden sich zudem die inneren Geschlechtsorgane. Bei Frauen sind das Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter, bei Männern Prostata, Samenblasen und Samenleiter. Auch für den Enddarm nebst Mastdarm gibt es noch Platz.
Alle diese Organe kommen, wenn auch nicht gleich häufig, als Ausgangspunkt von Bauchschmerzen infrage. Nach einer gründlichen Anamneseerhebung können wir entsprechende Untersuchungen zur weiteren Diagnosestellung durchführen und eine entsprechende Therapie einleiten.