Bauchspeicheldrüse/Pankreas

In der medizinischen Fachsprache bezeichnet man die Bauchspeicheldrüse als Pankreas. Das Pankreas liegt im Bauchraum hinter dem Magen vor der Wirbelsäule und der Hauptschlagader des Körpers, der Aorta.

Die Bauchspeicheldrüse beinhaltet funktionell zwei Organe, die Verdauungsdrüse – exokrines Pankreas genannt und das Insulin-bildende endokrinen Pankreas.

Entzündliche Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) entstehen z. B. auf dem Boden von Gallensteinen, die einen Stau des Pankreasgangs verursachen, als Folge eines Alkoholkonsums oder als autoimmunologische Entzündung der Verdauungsdrüse.

Eine akute Entzündung des Pankreas ist eine sehr schwerwiegende, in einigen Fällen sogar lebensbedrohliche Erkrankung.

Wenn die Verdauungsenzyme durch eine Entzündung nicht in den Darm, sondern in das Gewebe um die Bauchspeicheldrüse herum gelangen, führen diese dort zu einer Selbstverdauung.

In einer solchen Situation ist häufig eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig.

Das Pankreaskarzinom ist die zehnthäufigste Krebserkrankung und die vierthäufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen.

Häufig leiden die Erkrankten zunächst an unspezifischen Symptomen, wie Appetitverlust, unspezifische Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, ungewollter Gewichtsverlust.

Aber auch die Erstdiagnose eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kann durch ein Pankreaskarzinom bedingt sein.

Die Gelbsucht (Ikterus) ist meist ein Zeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung, der wichtigste Faktor in der Behandlung eines Pankreaskarzinoms ist dessen möglichst frühzeitige Diagnose.

Je kleiner ein Krebs ist, desto weniger er bereits gewandert ist, umso besser sind die Aussichten diesen Krebs erfolgreich zu behandeln.

Hierzu ist der Ultraschall, in den Händen eines erfahrenen Untersuchers, die einfachste und schnellste Methode Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zu erkennen.

Gallensteine

Etwa 15 % der Frauen und 7,5 % der Männer haben Gallensteine.
75 % der Gallensteinträger haben jedoch keine Beschwerden.

Bei den übrigen Gallensteinträgern kommt es mehr oder weniger regelmäßig zu anfallsartigen Schmerzen (Koliken), Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch, Blähungen und anderen Beschwerden. Gallensteine können dazu führen, dass sich die Gallenblase entzündet, dass ein Stein in den Darm oder die Bauchhöhle durchbricht oder dass ein Stein in den Hauptgallengang „rutscht" und die Mündung des Gallenganges in den Zwölffingerdarm blockiert.

Als Folge kann eine Gelbsucht entstehen, die Gallenwege oder die Bauchspeicheldrüse können sich entzünden (Cholangitis, Pankreatitis) oder in der Leber kann sich ein Abszess bilden.

Beschwerden durch Gallensteine können zunächst mit Medikamenten behandelt werden.

In einer Operation wird dann die Gallenblase entfernt (Cholezystektomie). Zur Darstellung von Gallensteinen, einer Entzündung der Gallenblase, Gallenblasenpolypen oder einen Aufstau der Gallenwege ist der Ultraschall die Untersuchungsmethode der ersten Wahl.