M. Crohn/Colitis ulcerosa

Unter chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wird die entzündliche Erkrankung des Darms zusammengefasst.
Die betroffenen Menschen klagen über Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust.

Man unterscheidet zwei Hauptausprägungen der CED: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
während die Colitis ulcerosa auf den Dickdarm beschränkt bleibt, kann der Morbus Crohn auch andere Bereiche des Magen-Darm-Traktes angreifen.
Beide Erkrankungen verlaufen schubartig. Ihre Ursachen sind zum Teil noch ungeklärt, eine Heilung ist derzeit nicht möglich.

Der Verlauf chronisch entzündlicher Darmerkrankungen ist sehr variabel. Akute Schübe wechseln mit beschwerdefreien Phasen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer komplexen Diagnostik und einer den individuellen Verhältnissen angepassten Therapie.

Ziel ist immer, die Symptome zu lindern, beschwerdefreie Intervalle zu verlängern, Komplikationen vorzubeugen und Operationen so lange wie möglich zu verhindern.

Sowohl Morbus Crohn als auch Colitis ulcerosa treten in allen Altersklassen auf.
Die Patienten sind oft während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn von ihrer Erkrankung betroffen. Während die Lebensqualität eingeschränkt ist, ist die Lebenserwartung der Betroffenen dank der heutigen Therapiemöglichkeiten jedoch nicht eingeschränkt.

Wir betrachten gerade die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen als einen Schwerpunkt in unsere Praxis.
Unser großes Anliegen ist die langjährige kompetente, einfühlsame, und individuelle Betreuung unserer Patientin durch alle Lebensphasen.

Divertikulose

Die Divertikulose ist eine Volkskrankheit, als sogenannten Divertikel bezeichnet man taschenförmige Ausstülpungen der Darmwand nach außen. Die Erkrankung nennt man Divertikulose.

In 90 bis 95 % der Fälle entstehen sie im Sigma (Colon sigmoideum) im unteren Drittel des Dickdarmes. Die Krankheit an sich ist harmlos.

Die Divertikel können sich jedoch entzünden (Divertikulitis), bluten oder zu einer Einengung des Dickdarms und so zu schweren Komplikationen führen. Die Divertikulose ist eine der häufigsten Erkrankungen älterer Menschen in den Industrieländern. 

Die Gefahr zu erkranken steigt mit dem Alter: Menschen unter 40 Jahren bekommen selten Divertikel.

Mit 60 Jahren haben etwa 30 % der Menschen Divertikel in ihrem Darm, mit 85 Jahren sogar 65 %. Günstig und empfohlen ist eine ballaststoffreiche Ernährung (z. B. Flohsamenschalen).

Bei akuten Bauchschmerzen, vor allem bei linksseitigen Unterbauchschmerzen führen wir in unserer gastroenterologischen Fachpraxis jederzeit akut eine Darmwandsonografie durch, mit der in der Regel die Diagnose einer Divertikelentzündung (Divertikulitis) möglich ist-, Oft ergibt sich eine Indikation zu einer ergänzenden Computertomografie des Bauches.

So können wir umgehend ein ambulante Antibiotikatherapie oder die stationäre Behandlung veranlassen.

Reizdarm

Unter dieses Krankheitsbild fällt eine Reihe von vorwiegend den Darm betreffenden Beschwerden, die in unterschiedlicher Zusammenstellung und Intensität auftreten, denen jedoch keine körperlichen Ursachen zugeordnet werden können.

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine verbreitete chronische Erkrankung, von der Frauen öfter betroffen sind als Männer.

Die Untersuchung durch den niedergelassenen Gastroenterologen ist wichtig, um organische Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen sicher auszuschließen.

Typische Beschwerden sind anhaltende Bauchschmerzen über mindestens drei Monate, die oft im Zusammenhang, Stuhlunregelmäßigkeiten (z. B. in Bezug auf Häufigkeit und Konsistenz) stehen.

Weitere Klagen sind ein gesteigerter Stuhldrang, das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung oder ein Völlegefühl, oft in Verbindung mit Blähungen.

Die Beeinträchtigung des Patienten kann von gelegentlichen leichten Beschwerden bis hin zu anhaltend schwerwiegenden Einschränkungen der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit reichen.

Die Stärke der Symptome schwankt im Verlauf der Zeit und klingt während der Nacht meist völlig ab. Die Kombination der Symptome variiert von Fall zu Fall.

Eine ursächliche Therapie ist zwar nicht möglich, doch bei schweren Symptomen, individuellen Beeinträchtigungen der Lebensqualität oder Bedenken in Bezug auf mögliche schwerwiegendere Erkrankungen können wir durch eine symptomatische Behandlung deutliche Erleichterung, oft bis hin zur Beschwerdefreiheit, verschaffen.