Lebererkrankungen
Zu unseren Aufgaben als Gastroenterologen gehört sehr häufig die Abklärung erhöhter Leberwerte mit einer Vielzahl verschiedener Ursachen.
Zur Diagnostik stehen die Ultraschalluntersuchung und spezielle Blutuntersuchungen zur Verfügung.
Mithilfe der Ultraschalluntersuchung können wir Gewebeveränderungen der Leber nachweisen z. B. bei der Fettleber, der Leberzirrhose, aber auch Leberzysten, Hämangiome (Blutschwämmchen) Rundherde und vieles mehr.
Auch Gallenwegerkrankungen, die häufig zu erhöhten Leberwerten führen, lassen sich mit der Ultraschalluntersuchung gut untersuchen.
Mithilfe spezieller Blutuntersuchungen können wir eine Virushepatitis A, B, C, D und E sowie andere Viruserkrankungen der Leber nachweisen und ggf. eine Therapie der Hepatitis C oder B einleiten und z. B. eine Autoimmunhepatitis sowie seltene Lebererkrankungen, Speicherkrankheiten, Stoffwechselerkrankungen etc. ausschließen.
In seltenen Fällen stellen wir aufgrund der Laborbefunde und Ultraschallbefunde auch eine Indikation zur Durchführung einer Leberpunktion mit Gewebeentnahme.
Die Leberzirrhose (Narbenleber) stellt das Endstadium einer chronischen Lebererkrankung dar und ist nur noch mit einer Lebertransplantation heilbar.
In Europa sind Alkoholmissbrauch, Nicht-alkoholische Fettleber und chronische Virushepatitis die häufigsten Ursachen.
Durch die Vernarbung des Lebergewebes entsteht ein Pfortaderhochdruck (portale Hypertension).
Der erhöhte Druck im Pfortadersystem führt zu zahlreichen Komplikationen, vor allem zur Ausbildung von Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), die zu Blutungen führen können, sowie zur Bildung von Wasser in der Bauchhöhle (Ascites).
Es kann infolge der Leberzirrhose auch zu Funktionsstörung des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) kommen.
Durch die chronischen Gewebeveränderungen ist das Risiko der Entstehung eines Leberkarzinoms bei einer Leberzirrhose stark erhöht.
Durch die Ultraschalluntersuchung, spezielle Laboruntersuchungen und ggf. Leberpunktion können wir die Diagnose einer Leberzirrhose sichern. Häufig sind spezielle diätetische Maßnahmen und Medikamente erforderlich.
Wir führen auch regelmäßig Bauchwasser (Ascites)-Punktionen durch, diagnostizieren mittels Speiseröhren/Magenspiegelung Speiseröhrenkrampfadern (Ösophagusvarizen) und veranlassen eine medikamentöse Therapie bzw. die endoskopische Ligatur (Abbinden der Ösophagusvarizen) In seltenen Fällen ist auch die Vorstellung zur Lebertransplantation erforderlich.